Schüleraustausch mit dem 

Collège von Vence

 Frankreich

Unsere Reiseroute:

PKW: ARNFELS - Leibnitz

Zug: Leibnitz - Graz - Bruck- Villach - Venedig - Verona - Mailand - Genua - Monaco - Nizza

PKW: Nizza - VENCE

Sonntag, 1. April 2001 um 13 Uhr! Das Datum der Abreise nach Frankreich! Alle waren nervös auf die Zugfahrt, auf Frankreich und auf unsere Austauschschüler! Ich hörte zu, was meine Mitschüler und deren Eltern alles sagten: „wir werdn sicher eine Gaudi hobn, des wird a Heiz, mei Mama, moch di kane Sorgn, wie viel Geld hostn du mit?, la départ, kumm setz amol a liabs lächeln auf, I wül a Foto mochn! “ Als ich das dann hörte, wusste ich, dass es ernst wird! Wir fahren nach Frankreich! Ich konnte es gar nicht so recht glauben, denn ich habe mich schon ein halbes Jahr so darauf gefreut und jetzt soll es endlich soweit sein? Ja, es war soweit. Noch kurz von der Familie verabschieden und schon waren wir im Zug. Nun wir hatten 20 Stunden vor uns. Diese 20 Stunden vergingen eigentlich schneller als erwartet. Vor allem die Nacht! ( Frau Sölls und Herr Kriebernegg hatten nämlich nicht so eine Freude das wir unsere Zeit im Zug „ genossen“) Nach der schlaflosen Nacht im Zug brach dann der Montag Morgen an! Alle wurden schon ganz unruhig, weil wir wussten dass wir gleich einen fremden Menschen kennen lernen, mit dem wir eine ganze Woche zusammenleben sollen! Was ist, wenn wir uns nicht verstehen? Was ist, wenn ich Heimweh habe? Aber, diese Befürchtungen waren (bei mir) ganz umsonst! Als ich Flora, meine Austauschpartnerin, das erste Mal sah, gab sie mir wie es in Frankreich so üblich ist ein Küsschen links und ein Küsschen rechts auf die Wange! Dann ging es ab zum Haus meiner Familie. Voller Überraschung stellte ich fest, dass die Mutter von Flora perfekt Deutsch spricht! Das war eine große Erleichterung für mich, denn ich spreche nicht sehr gut französisch. Zu Hause angekommen, zog ich in mein Zimmer ein, duschte ich mich, aß und ab ging es wieder in die Schule. In Frankreich hatten wir französischen Unterricht. Über Mittag hatten wir zwei Stunden Sport und ich ließ meine Jacke in einem Raum, der nicht versperrt wurde und als ich zurück kam, war sie weg meine Jacke! Wir haben es sofort Madame Berenger, die Deutschlehrerin in Frankreich, mitgeteilt. Sie war ganz entsetzt und sagte mir dann dass meine Austausch-Familie mit mir eine Jacke kaufen soll, die dann die Schule bezahlt. Um fünf Uhr endete die Schule und wir fuhren nach Hause. Gleich nach dem Essen ging ich schlafen, denn ich war noch von der Zugfahrt müde! Am nächsten Morgen weckten sie mich und wir fuhren in die Schule. Besichtigung von Vence stand auf dem Tagesplan. Als wir wieder in die Schule zurück kamen holte mich auch schon Floras Mutter ab. Am Mittwoch, machte ich mit meiner Familie einen Ausflug nach Cannes, die Stadt wo die Filmfestspiele stattfinden. Der nächste Tag war einer der lustigsten der ganzen Woche. Wir machten einen Ganztagsausflug mit den Franzosen nach Monaco. Dieser Tag war besonders lustig für mich, weil ich alle Franzosen genauer kennen lernte und wir auch jede Menge Spaß hatten. Wir sangen uns beiderlei bekannte Lieder und hatten einfach jede Menge Spaß! Der Freitag Vormittag war mit der Besichtigung von St. Paul de Vence eingeplant. Nach dem Ausflug, der bis Mittag dauerte, blieb ich bis 5 Uhr in der Schule. Um ca. 6 Uhr, gab es dann eine Abschiedsfeier mit einer anschließenden Disco! Anschließend um ca. 9 Uhr gab es dann noch eine Party bei Emily, der Austauschpartnerin von Carina, die wirklich SUPER war! Wir tanzten, feierten und lachten jede Menge. Dieser Abend war der lustigste Tag der Reise. Am Samstag fuhren wir meine Jeansjacke einkaufen. Ich hatte keine Ahnung, wo das war, aber die Mutter von Flora, die übrigens Reiseleiterin ist,  sagte mir das es das größte Einkaufszentrum von ganz Europa sei. Sonntag war der Tag der Heimreise, aber vorher fuhr ich noch mit meiner Austauschfamilie zum Strand von Nizza. Dort ließen wir Drachen steigen und gingen am Strand spazieren. Leider war das Wetter und das Wasser zu kalt zum Baden. Am Abend aß ich noch gemeinsam mit der Familie und dann packte ich meinen Koffer. Um ca. 20 Uhr 15 Uhr war die Abfahrt in Frankreich. Mir fiel der Abschied von meiner Familie und den Franzosen sehr schwer. Aber wir hatten eine kleine Aufmunterung und zwar, das wir uns in ca. einem Monat wieder sehen, wenn die Franzosen nach Österreich kommen. Am Anfang der Zugfahrt war die Stimmung noch etwas gedrückt, aber dann wurde es doch wieder lustig. Am Montag, 9. 4. 2001 kamen wir in Leibnitz an. Die Familien erwarteten uns schon, denn wir hatten ein paar Minuten Verspätung. Zu Hause Angekommen, erzählten wir über unsere Erlebnisreiche Reise nach Frankreich. Dies war die lustigste Schullandwoche der ganzen Realschulzeit, obwohl ich es schade fand, das die Slowenisch-Schüler nicht dabei waren.

Anita Krenn, 4.RS

 Alle Sachen eingepackt, schnell noch Bussi links und rechts und ab ging die Post ( in diesem Fall der Zug). FRANKREICH WIR KOMMEN!!!
Die Zugfahrt war zwar sehr lang und doch ein bisschen anstrengend, aber nach einem kurzen Zwischenstop in Venedig verging die Zeit wie im Flug. Als wir endlich in Vence angekommen waren sahen wir schon von weitem alle Korrespondenten zuwinken. Wie wird wohl die erste Begegnung sein??? Aus späteren Gesprächen zu schließen war bei eigentlich allen der erste Eindruck sehr gut. Das war auch bei mir der Fall – ich war angenehm überrascht.
Claire, meine Korrespondentin, und ihre Familie zeigten mir gleich ihr Haus und ich war wiederum überrascht. Wunderschön!! Von  unserem gemeinsamen Zimmer hatte man direkten Blick aufs Meer. Wir konnten uns schon von Anfang an gut verständigen, obwohl Claire auch nicht besonders gut Deutsch spricht und auch ihr Vater sprach nur französisch mit mir.
Nun ging’s ab in die Schule. Der Unterricht war wenig aufregend und uns war oft fad, aber wenigstens konnten wir in der Zwischenzeit mit unseren (österreichischen!) Schulfreunden, Erfahrungen austauschen.  Mittags aßen wir in der Kandine. (ekelhaft!!!)Der Unterricht endete meist erst um 4 oder 5 Uhr und während Claire ihre Hausaufgaben erledigte, hörte ich Musik, sah fern ( „Die Nanny“ auf französisch) oder setzte mich einfach in die Sonne und entspannte mich. Abends gingen wir erst um 9 Uhr essen und noch dazu sehr ausgiebig. Ich hab` mich schon oft gefragt, warum eigentlich die Franzosen nicht alle dick sind, wo sie doch abends so viel essen? Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass sie sich gesund und vor allem fettarm ernähren. Zu Trinken gab es immer Wasser oder Mineralwasser, die Erwachsenen tranken Rotwein. Zum Schlafengehen kam ich meist um 10 oder 11 Uhr und stand um 6 Uhr auf. Gefrühstückt wurde wiederum sehr lang und ausgiebig. Croissants, Kuchen, Brot, Baguette, Marmelade, Honig und natürlich Käse und noch viel mehr. Am restlichen Tagesablauf änderte sich nicht viel. Mittwoch nachmittags haben alle Franzosen schulfrei und wir nutzten die Gelegenheit und gingen mit Claires Großvater Bootfahren. Am Donnerstag fuhren wir mit der ganzen Klasse nach Nizza und Monaco. Wirklich SUPER!! Seitdem ich die Rennstrecke in Monaco gesehen habe, interessiere ich mich auch schon ein bisschen für den Motorsport. Am Freitag ging`s nach St. Paul, einer kleinen idyllischen Stadt mit kleinen Gassen und Straßen.
Auch die Abschlussfeier fand an diesem Tag statt. Es gab viel zu essen und zu trinken. Am Samstag fuhr ich mit meiner Familie in einen riesengroßen Einkaufspark und wenn ich ein paar Tausend Schilling mehr mitgehabt hätte, hätte ich mich sicher mit einer neuen Frühlingsgarderobe eingekleidet.

Veronika Knapp, 4.RS

Frankreich wir kommen, hieß es am Sonntag, den 1. April um 13 Uhr, als wir in Leibnitz auf unseren Zug nach Frankreich warteten. Wir fuhren als Schüleraustausch nach Vence in die „côte d’azur“. Der Abschied der Eltern war nicht schlimm, da sich alle auf die Reise und den Aufenthalt freuten! Aber bis es soweit war und wir in Frankreich ankommen würden, mussten wir noch ca. 20 Stunden im Zug verbringen. 20 lange Stunden waren es, aber trotzdem langweilten wir uns nie! (Sagen wir es so- fast nie) Unsere zwei Lehrer hatten uns geraten, nicht zu viel Gepäck mit zu nehmen, da wir drei Mal umsteigen mussten (und unbedingt noch etwas Französisch zu lernen). Doch trotzdem schleppten manche Riesenkoffer daher! Als erstes stiegen wir in Bruck an der Mur um. Um ca. 10 Uhr verließen wir den Zug und hatten 45 Minuten Zeit, ein bisschen von Venedig zu sehen. Danach bekamen wir Schlafabteils im Zug zugewiesen. Natürlich wollte keiner schlafen- die meisten schliefen nur ganz wenig oder gar nicht! Den Lehrern wurde das zu bunt und einige mussten im Lehrerabteil schlafen! In der Früh stiegen wir noch einmal an der Grenze von Italien und Frankreich um. Am Montag kamen wir zwischen acht und neun Uhr sehr müde am Bahnhof an, wo uns schon unsere Austauschschüler erwarteten. Nach dem wir unsere Korrespondenten auch persönlich kennen gelernt hatten fuhren wir mit ihnen in die Schule. Die nächste Woche verging wie im Flug, denn wir unternahmen einiges! Ausflüge nach Nice (Nizza), Saint Paul, Monaco, Cannes (die berühmte Stadt der Filmfestspiele) und Ausflüge mit der Familie der Korrespondenten waren eingeplant! Nachdem wir von dem Bürgermeister von Vence begrüßt wurden, besichtigten wir die Altstadt. Am Freitag stand auch eine Abschlussparty auf dem Plan. Danach wurde noch eine Privatparty gefeiert, bei der einige eingeladen waren. Als wir uns am Sonntag für die Abreise bereit machen mussten, hatten viele Tränen in den Augen, da es uns so gefiel und wir uns so gut verstanden! Um 20 Uhr 15 hieß es dann leider Abschied nehmen, und wieder wurden Taschentücher gesucht. Bei der Rückreise wollte wieder keiner schlafen und einige verbrachten die Nacht wiederum bei den Lehrern! Manche waren noch niedergeschlagen, doch auch sie freuten sich schon wieder auf die Familie, ihre Haustiere, oder einfach nur aufs eigene Bett!
Nun freuen wir alle uns schon auf den 11. Mai, denn da werden uns unsere französischen Austauschschüler für 10 Tage besuchen! Wie ihnen wohl die Steiermark gefällt?

Mira Horvath, 4.RS